Sunday, December 9, 2007

Saadani im November

Unseren ehemaliger belgischer IT-Praktikant Jeroen hat es zurueck nach Tansania verschlagen, wo auch seine Schwester bereits lebt. Und diese arbeitet dankenswerterweise in einem Reisebuero und kommt ab und an wohl mal mit Schnaeppchen an, die dann andere geniessen duerfen, weil sie es vorzieht, zu Hause zu bleiben, wenn sie kann ...

So also kamen wir (in diesem Fall sind "Wir": Felix, Jeroen, Jeroen's Nichte Enya und ich) in den Genuss eines Wochenendes in Saadani, in einer Luxus-Lodge mit allem Drum und Dran.

Das hier ist die Lodge:


Die einzelnen Bungalows sehen dann so aus:

Die ganze Anlage wird von Schweizern geleitet, und man hat das Gefuehl, dass man vom Boden essen kann, es glaenzt und strahlt ganz nach Klischee. Sogar der Strand ist huebsch aufgeraeumt.

Der Vorteil von Saadani ist, dass es ein Nationalpark mit anstaendigem Tierbestand ist, der aber eben, wie man deutlich sieht, direkt am Meer liegt. Und zwar nur etwa 100 km von Dar es Salaam entfernt, bietet sich also fuer das gelegentliche Wochenende an.


Am ersten nachmittag sind wir also direkt Tiere guggen gefahren und haben haufenweise Giraffen zu Gesicht bekommen, die uns auch ganz spannnend fanden, wenn man ihren Ausdruck richtig deutet.





Wie immer bin ich auch ein grosser Fan
von Warzenschweine, besonders wenn sie so suess und klein sind und so bereitwillig fuers Familienfoto posieren:






Das Highlight kam aber am naechsten Morgen, als wir um 5 Uhr zu einer Bootssafari auf dem Saadani-River aufbrachen. Grummel. 5 Uhr frueh! Sonntags.



ABER: es hat sich gelohnt. Viele Voegel, ein
paar Krokodile und wahnsinnig viele Nilpferde,
die fuer uns sogar kurz gekaempft haben.
Wie aufmerksam.










Hier schauen sie noch misstrauisch ...







Und hier gibt's schon auf die Waffel. Der Kampf wurde aber irgendwann unter Wasser ausgetragen, so dass wir nicht sehen konnten, wer letztendlich gewonnen hat ...




Hier noch ein huebsches Voegelchen, ein Kingfisher, wenn ich mich recht erinnere ...











Und mit meinem Lieblingsbild von meinem Lieblingsbaum, dem Baobab, verabschiede ich mich vorerst.

Siku (au kazi) njema!


Suzzy



...noch jemand da ...?

Verdenken koennt ich's keinem, wenn die Seite ab jetzt verwaist und verlassen in den weiten des Netzes rumduempelt ...

Deshalb winke ich jetzt mal allen von meinem schicken Roller zu und hoffe, dass mir vergeben wird, wenn ich mir in den naechsten Tagen die Finger blutig tippe, um auf den neuesten Stand zu kommen ...

Mal sehen. Der letzte Eintrag ist vom August und handelt von Jones. Jones ist immer noch da, der Gute, hat keine einzige Ratte mehr in die Bude gelassen, seit er bei mir eingezogen ist und wir gewoehnen uns langsam aneinander. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er in der Kueche schlaeft, damit er nicht jeden morgen die (viel zu fruehe) Weck-Funktion uebernimmt, vor allem am Wochenende war es doch ein wenig anstrengend, um 6:27 aufzustehen.

Seit August hatte ich auch schon zwei neue Mitbewohner, oder eigentlich drei. Nummer Eins war Marlon (kein Scherz), der Sohn eines hier sehr bekannten Fussball-Managers. Marlon ist ein Freund meines ehem. Mitbewohners Yoseph, so dass ich mir nicht viel dabei dachte, als ich ihn einziehen liess, da Yoseph ja so ein prima Kerlchen war. Tja. Grosser Fehler. Marlon zeichnete sich eigentlich nur durch 2 Dinge aus: 1. lief er immer nur mit einem Handtuch bekleidet herum, und zweitens kiffte er wie ein Grosser! Leider hatte er die Miete 3 Monate im voraus bezahlt, so dass ich ihn nicht gleich wieder vor die Tuer setzen konnte. Aber gleich nach den 12 Wochen war er Geschichte. Zeitgleich mit ihm wohnte Felicia bei mir, eine Jurastudentin aus Muenchen, mit deren Hilfe ich meinen Tagesrhythmus wieder auf Vordermann gebracht habe, denn jedesmal, wenn wir ueber die Abendgestaltung gesprochen haben, sagte Felicia "Warum gehen wir nicht nach Hause und schauen einen Film?" Na gut. Ich hab selten so viel geschlafen, seit ich hier bin, also vielen Dank dafuer.

Und seit zwei Monaten wohnt Felix bei mir, unser gegenwaertiger Mkono-Referendar aus Duesseldorf. Mit ihm ist das Schlafpensum wieder gesunken und der Bierverbrauch gestiegen. Das merke ich gerade, obwohl er dieses Wochenende gar nicht da war, und obwohl er normalerweise versucht, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben, wenn es mal ein bisschen feucht-froehlich wird. Who, me? *Unschuldiges Wimpernklimpern* Hihi.

Tja, und mit Felix habe ich auch ein paar Ausfluege gemacht, naemlich nach Saadani, ein kleiner Nationalpark direkt an der Kueste, nach Sansibar (schon 2 Mal bisher und naechstes Wochenende isses wieder soweit) und nach Bagamoyo. Bilder werde ich gleich zu jedem Wochenende einzeln hochladen und meinen Senf dazu geben.

Hier ist schon mal eins von Sansibar. Zum Aufwaermen!








Liebe Gruesse und danke fuer's Vorbeischauen!!!

S.

Wednesday, August 15, 2007

Jones

Ich habe in der Schweiz mein kleines Ratten-Problem mit Mama, Ruth und Sigi diskutiert und die einhellige Meinung war eigentlich, dass ich mir eine Katze anschaffen soll. Die Idee fand ich auch ganz spitze, also hab ich sie gleich in die Tat umgesetzt. Ich bin nun also Besitzerin (oder sagt man das nicht so?) einer Katze. Eines Katers, um genau zu sein. Er ist ca. ein halbes Jahr alt, und sein Name ist "Jones", wie die Katze aus "Alien"...also die, die zum Schluss des ersten Teils ueberlebt. Jones habe ich von dem Freund eines Freundes bekommen, der ihn eigentlich auf seine Farm verfrachten wollte, aber den Plan habe ich ja nun zunichte gemacht.




Also habe ich Jones vorgestern in die Wohnung geholt und seitdem weicht er mir keine Sekunde lang von der Seite. Oder der Wade, an die er sein kleines, pelziges Gesichtchen immer presst...geht mir tierisch auf die Waffel. Wieso kann er sich nicht wie ein Hund irgendwo zusammenrollen und einfach schlafen? Machen Toelen doch auch nicht, dass sie einem 24/7 am Bein haengen. Irgendwie hab ich nicht so viel Erfahrung mit Katzen...


Um meinen guten Willen zu zeigen bin ich gestern aber erstmal los und hab ihm Katzenfutter gekauft. Findet er ganz spannend, Milch ist auch prima, die kriegt er aber nur in mikroskopisch kleiner Portion am Abend, wenn er mir tagsueber nicht die Wohnung zerlegt hat. Zu seinen Gunsten muss ich aber sagen, dass er sich wirklich ganz manierlich auffuehrt, sieht man mal davon ab, dass er nachts mittelschweres Geschuetz auffaehrt, wenn ich die Wohnzimmertuer hinter mir schliesse, um ins Bett zu gehen - in dem er natuerlich nix zu suchen hat. Dann entwickelt er fast hundeartige Zuege und heult rum. Allerdings nur etwa eine halbe Stunde, danach ist er wohl eingeschlafen. Heute morgen bin ich extra 20 Minuten frueher aufgestanden, um mit ihm zu spielen und dann kam auch schon die Putzfrau und wurde neugierigst beschnuppert. Hoffe, die beiden haben Spass zusammen.




Tja, ich werde berichten, wie es weitergeht, mit Jones und mir. Hier noch ein kleines Bild, das zeigt, dass er wirklich sehr interessiert ist an dem, was ich tue, denn am Computer arbeiten geht auch nur noch mit feuchter Nase unter der Hand, da er aus irgendeinem Grund immer versucht, sich UNTER meine tippenden Finger zu schieben...




Also, falls das hier jemand liest, der Ahnung von Katzen hat: Alle Tipps zu felinen Verhaltensweisen sind hoechst willkommen! Karibu sana. Und schnell!!!